Warum Benefiz:

Von Anfang an war es unsere Intention, nicht nur eine Party abzufeiern, sondern auch Spendenstand auf der Summercampgleichzeitig auf die Probleme unserer Zeit aufmerksam zu machen und zu helfen. Unserer Meinung nach lassen sich Vergnügen und Verantwortung gut miteinander kombinieren. In den vergangenen Jahren haben wir uns unter anderem für Menschenrechte, Tier- bzw. Umweltschutz, gegen Armut und für die Dritte Welt eingesetzt und mit Organisationen wie Amnesty International, Help e.V. oder Sea Shephard  kooperiert. Neben der direkten finanziellen Unterstützung (1€ vom Eintritt der Abendveranstaltung wird gespendet) sind die Organisationen mit einem Stand beim Openair vertreten, so dass sich unsere Gäste zum einen informieren, zum anderen aber auch engagieren können. Von aktivem Interesse, über Spenden, bis hin zu Mitgliedschaftsaufnahmen konnten alle bisherigen Kooperationspartner ihre Teilnahme als Erfolg verbuchen. In diesem Jahr widmen wir uns dem Thema Plastik...

Plastik - eine Katastrophe!

Plastikmüll verseucht die Strände

Sucht man nach einen Synonym für unser gegenwärtiges Zeitalter, ist man mit Plastikwelt sicherlich nicht schlecht beraten. Die derzeitig hergestellten Mengen sind gigantisch! Experten zufolge, werden bis zum Jahr 2020 weltweit jährlich 500 Millionen Tonnen Plastik in Umlauf gebracht. Vor allem in den Weltmeeren ist Plastikmüll ein sehr ernst zu nehmendes Problem. Nach einer Anfang 2015 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Science veröffentlichten Studie gelangten im Jahr 2010 etwa 8 Millionen Tonnen dieses Mülls in die Ozeane. Dabei sammeln sich Plastikteile (sog. Mikroplastik) insbesondere in Meeresdriftströmungswirbeln an und führen zu einer erheblichen Verdichtung in manchen Meeresregionen. Eine Studie unter der Leitung des Spanish National Research Council (CSIC) hat, basierend auf einer mehrmonatigen Expedition (2010/2011) und Probenentnahmen an über 300 Orten der Weltmeere berechnet, dass 88 % der weltweiten Meeresoberflächen mit Mikroplastik verschmutzt sind.*

Vögel sterben PlastikLeider kann Recycling lediglich einen Bruchteil der hergestellten Mengen auffangen. Das Problem ist die Haltbarkeit. Plastikflaschen benötigen laut Umweltbundesamt 450 Jahre für ihre Zersetzung, ein Fischfang-Nylonnetz sogar 600 Jahre – von ihnen geraten jährlich ca. 25.000 Stück unkontrolliert in die Meere. Der Plastikmüll hat erhebliche Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme: Dabei sind insbesondere größere Tiere durch mechanische Verletzungen gefährdet. So bleiben Seehunde mitunter in Getränkekästen stecken oder Fische und Delfine in aufgegebenen oder verloren gegangenen Fischernetzen, sogenannten Geisternetzen. Albatrosse und Eissturmvögel verwechseln die Abfallstücke mit Futter und fressen sie. Sie fühlen sich satt, verhungern jedoch schließlich mit müllgefülltem Magen. Auch Wale und Delfine fressen den Abfall. Charles Curtis Ebbesmeyer fand in einem verendeten Albatros-Jungtier an die 100 Plastikteile, mit denen es von den Elterntieren gefüttert worden war (National Geographic 10/2005).*

Plastikflaschen

Letztlich ist der Plastikmüll auch für den Menschen gefährlich. Durch Wellenbewegungen und UV Licht wird in den Meeren treibender Plastikmüll auf Dauer zerkleinert, wobei ein immer höherer Feinheitsgrad bis hin zur Pulverisierung erreicht werden kann. Bei einem hohen Feinheitsgrad wird das Plastikpulver von verschiedenen Meeresbewohnern mit der üblichen Nahrung aufgenommen. Angefangen beim Plankton steigen die Plastikpartikel, an denen ggf. auch giftige und krebsverursachende Chemikalien wie DDT und Polychlorierte Biphenyle anhaften können, in der Nahrungskette immer weiter auf. Auf diesem Weg gelangt der Plastikmüll mit den anlagernden Giftstoffen auch in die für den menschlichen Verzehr bestimmten Lebensmittel. 2012 berichtete das wissenschaftliche Fachjournal Environmental Science & Technology über eine Untersuchung an vielen Stränden auf allen sechs Kontinenten, die überall Mikroplastikteilchen nachwies; Im Abwasser von Waschmaschinen wurden bis zu 1900 kleinste Kunststoffteilchen pro Waschgang gefunden. *

GreenpeacestandMit einem Infostand zu dieser Problematik informierten ehrenamtliche Mitglieder von Greenpeace Köln an der Rheinfront der Altstadt interessierte Passanten. Bis zu 80% der Plastikmenge in den Meeren wird von Land eingetragen – also auch über den Rhein. Eine Plastiksammelaktion im Uferbereich auf der Deutzer Seite erbrachte im letzten Jahr eine Menge von 90kg in zweistündiger Sammelaktion. Eine geplante Wiederholung verhinderte vorerst der gestiegene Rheinpegel. Der Strom putzte den Uferbereich und wird die Plastiklast wohl in die Nordsee verfrachtet haben. Nachschub für die Strandreinigung an der Küste. Allerdings erfolgt die Reinigung überwiegend nur im Gästebereich der betroffenen Kommunen. Gesammelt wird nur Schwemmgut entsprechender Größe. Plastikteile im Millimeterbereich bis hin zu nicht sichtbaren Teilen aus Kosmetikprodukten verbleiben im Wasser und an der Küste. Mittlerweise ein globales Problem von Küste zu Küste, von der Arktis zur Antarktis und sogar auf dem Boden der Tiefsee.

*Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen

BENEFIZPARTNER
2016 - 2004

Help e.V. Kölner Flüchtlingsrat

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